Triatló de Balaguer, 16. Juni 2012

Am 16. Juni stand in Balaguer ein Triathlon über die Halbdistanz, d.h. 1,9 km Schwimmen, 90 km auf dem Rad, dann die 21 Kilometer eines Halbmarathons, auf meinem Programm. Schon allein das Höhenprofil der Radstrecke durch die Vorpyrenäen versprach ein ziemlich hartes Rennen, bei dem mein Ziel nur das Ankommen war. Als der Wetterbericht dann noch Temperaturen über dreißig Grad ankündigte zweifelte ich selbst an diesem Ziel, da mir hitze meist nicht besonders bekommt.

Beim Start um 14.00 Uhr herrschten dann 35 Grad im Schatten, den es aber leider nicht gab. So sah ich dem ganzen etwas skeptisch entgegen.



Während des Schwimmens störte die Hitze noch überhaupt nicht. Wegen Treibholzes führte die Strecke nicht wie geplant bis in den Hauptstrom des Flusses Noguera. Aber auch im Seitenbecken war das Wasser aus den Pyrenäen noch angenehm frisch.

Die Radstrecke bot zunächst ein paar flache Kilometer zum Einrollen. Dann standen auf drei längeren Anstiegen insgesamt 1550 Höhenmeter an. Dazu waren drei kurze "Mauern" mit 14 bis 17 Prozent Steigung eingebaut.



In recht gemächlichem Tempo und mit ausgiebigen Halten an den Verpflegungstellen versuchte ich erfolgreich, den Hitzschlag zu vermeiden. So wäre ich aber beinahe wegen Überschreitung des Zeitlimits disqualifiziert worden: eine Minute vor Zielschluss der Radstrecke kam ich in Balaguer an. Dementsprechend ging ich als letzter Gewerteter auf die Laufstrecke -- ganz so hatte ich mir das nicht vorgestellt...

Immerhin konnte ich, bis ich nach 07:04:45 im Ziel einlief, mit einer Halbmarathonzeit knapp über zwei Stunden noch 11 Leute überholen. In Anbetracht der Tatsache, dass nur 115 von 245 Startern diese Hitzeschlacht überhaupt überstanden, war ich dann mit Platz 104 doch ganz zufrieden.



Randnotiz: an der letzten "Mauer", der Kreuzigungsmauer einen Kilometer vor dem Ziel, habe ich meinen ersten Radsturz hingelegt -- zum Glück bergauf. Nach einer steilen Abfahrt hat man keine Zeit, den Gang zu wechseln, und ich hatte noch einen zu grossen, um im Anstieg treten zu können. Hier ein Video der Mauer: